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"Veronika 66: Es ist mir wohl, in der Weststadt, sie ist vielfältig und lebendig."
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Vielfältige Aktivitäten halten den Solothurner Quartierverein Weststadt auf Trab. Das Lusthäuschen und die Hostet beschäftigt den Verein sehr. Noch fehlt Geld für die Fertigstellung der Innensanierung.

Seit dem durch die Hochschule Luzern begleiteten Quartierentwicklungsprojekt Solothurn West ist die Weststadt eines der aktivsten Quartiere der Stadt. Dass dies so geblieben ist, liegt insbesondere am damals gegründeten Quartierverein, der heute zusammen mit der Quartierarbeiterin Regula Aepli dafür sorgt, dass immer wieder neue Ideen umgesetzt werden können. Das zeigte sich auch an der diesjährigen, gut besuchten Mitgliederversammlung des umtriebigen Vereins.

Innen wird renoviert

Im Vordergrund steht seit einiger Zeit schon der Erhalt und die Renovation des in der Hostet südöstlich des Henzihofs gelegenen Lusthäuschens, das in der Tradition der romantisierenden Kleinarchitektur erbaut wurde und im Kanton einzigartig ist. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, sind nach der Aussenrenovation Renovationen im Innern des Gebäudes angelaufen.

Gregor Häusler betonte im Namen des Vorstandes, dass die Geldbeschaffung auch in Bezug auf das Lusthäuschen immer wieder ein Problem ist. «Wir stehen leider in der unangenehmen Situation, dass von Seiten der Stadt noch zu wenig klare Zeichen für den Erhalt dieses Kleinods da sind», so Häusler. Für die Fertigstellung der Innenrenovation sind noch rund 40'000 Franken nötig. Vereinspräsidentin Bea Beer zeigte sich in der Aula des Schulhaues Brühl zuversichtlich: «Wir glauben daran, dass wir das Geld zusammenbringen.»

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Hostet-Gruppe gebildet

Ein wichtiges Thema ist auch die Hostet mit Hochstammbäumen, in der sich das Lust- und Gartenhäuschen befindet. Deren Pflege ist intensiv, so dass sich eine spezielle Hostet-Gruppe gebildet hat. Im vergangenen Jahr nahmen verschiedene Weststädter an einem Mäh-Tag teil und lernten dabei mit der Sense umzugehen. Im Rahmen eines Erntetages wurde anfangs Oktober ein grosser Teil der Äpfel vermostet.

Der Süssmost wurde pasteurisiert und im November verkauft. Während einigen Wochen verwandelte sich die Hostet zudem in eine Schafweide. Der grosse Stolz des Vereins ist zurzeit der im Januar bei eisiger Kälte eingeweihte Grill, der vom Bioterra-Fachmann Benedikt Bohren geplant und in Auftrag gegeben wurde. Eine private Spende von 5000 Franken, die für die Hostet bestimmt ist, hat das Resultat der Jahresrechnung 2016 positiv beeinflusst.

Ein Highlight ist auch der am Fichtenweg entstehende Gemeinschaftsgarten, der allen Quartierbewohnern für die Pflanzung von Gemüse und Früchten zur Verfügung steht. Zusammen mit dem am selben Ort erneuerten Spielplatz eignet sich der Garten hervorragend auch für einen Quartiertreffpunkt.

Quartierfest nimmt Formen an

Quartierarbeiterin Regula Aepli lobte den neuen Schwung, der in der Weststadt dank der Quartierkonferenz im vergangenen Jahr entstanden ist. «Dank dieser sind neue Initiativgruppen und Aktivitäten wie der Quartiermarkt vom vergangenen Samstag entstanden.» In vollem Gange seien auch die Vorbereitungen für das geplante Quartierfest auf dem Spielplatz Tannenweg vom 1. Juli.

Im vergangenen Jahr haben die Gründungsmitglieder Mario Cavoli, Co-Präsidentin Monika Grossenbacher, Käthi Uebelhart und Thomas Steinbeck den Vorstand verlassen. Daniel Grädel musste die Arbeit aus beruflichen Gründen aufgeben. Der siebenköpfige Vorstand setzt sich heute aus Bea Beer (Präsidentin), Ruth Andraschko, Gregor Häusler, Kathrin Kuckelsberg (neu), Hanne Leuenberger, Martin Osieka (neu) und Katrin Panzeri (neu) zusammen.

von Katharina Arni-Howald — az Solothurner Zeitung

Am Fichtenweg ist der erste Gemeinschaftsgarten der Stadt Solothurn am Entstehen. Und schon beim Rasenumstechen wird offensichtlich, die vielen - in ihrer langjährigen Ruhe nun plötzlich gestörten -Würmer, haben den Boden für das neuste Weststadt-Projekt bereits bestens vorbereitet.
Die rund 8 x 6 m grosse Pflanzfläche wird in den kommenden Wochen vollständig umgegraben und für die Bepflanzung ab Ende Mai vorbereitet. Von und für Quartierbewohnende werden dann Gemüse, Früchte, Beeren und Kräuter wachsen.

Haben Sie Freude am gemeinsamen Gärtnern und möchten am Gemeinschaftsgarten am Fichtenweg mitwirken? Dann freut sich Veronika Christen, von Ihnen zu hören. Telefon 032 621 06 27 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Ein herzliches Dankeschön für viel freiwilliges Engagement!

Die Anzahl Menschen, die sich ehrenamtlich in der Weststadt für ein aktives und verständnisvolles Zusammenleben aller Quartierbewohnenden engagieren, ist beeindruckend – auch für die Beteiligten selber. Über dreissig Frauen und Männer bringen ihre kreativen Ideen im Vorstand des Weststadt Quartiervereins ein und helfen bei seinen zahlreichen Aktivitäten mit, betreuen mit Hingabe verschiedenste Austausch- und Hilfsangebote der Quartierarbeit Solothurn West, legen tatkräftig den ersten Gemeinschaftsgarten in der Stadt Solothurn an, begleiten und beraten junge Eritreer und Afghanen in den Asylunterkünften und leisten noch vieles anderes mehr.... Dieses freiwillige Engagement ist im Quartier am Rande der Stadt Solothurn nicht mehr wegzudenken und lässt die Weststadt für Jung und Alt immer wieder zum Mittelpunkt werden. Ein Quartier, wo Menschen verschiedenster Kulturen, teilweise auf engem Raum zusammenleben, wo Ungewöhnliches entsteht und sich kontinuierlich weiterentwickelt.

So lustvoll und befriedigend das freiwillige Engagement für die Beteiligten immer wieder ist, so sind die vielen ehrenamtlich geleisteten Tätigkeiten doch bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Auch im Namen der Stadt Solothurn bedankte sich die Quartierarbeit Solothurn West in diesem Jahr bei allen Engagierten herzlich und lud zu einer Führung durch das Stadttheater Solothurn und einem anschliessenden geselligen Nachtessen im Restaurant Pier11 ein.      

Der Weststadt Märet findet am 24. Oktober zum letzten Mal statt, danach geht er in die Winterpause.

Auf Anregung einer IG aus der Quartierkonferenz wurde mit den Anwohnern des Spielplatzes Fichtenweg eine Bedürfniserhebung durchgeführt. Im 2017 soll der Spielplatz in neuem Glanz erstrahlen. Auf diesem Gelände ist auch ein Gemeinschaftsgarten geplant. Das Projekt wird durch die Quartierarbeit unterstützt und die Mitwirkung durch sie koordiniert.

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Der Bauforscher Urs Bertschinger von der kantonalen Denkmalpflege hat neun verschiedene Anstriche auf den Fensterläden des Lusthäuschens freigelegt. Gemeinsam mit ihm, unserem Architekten Peter Widmer und dem Maler Ruedi Schmid haben wir entschieden, zur ursprünglichen Farbe zurück zu kehren.
Die Fensterläden wurden inzwischen fachgerecht abgelaugt und grundiert. Bald sollen sie in ihrer ursprünglichen Farbe das Häuschen kleiden. Gemalt werden sie mit echter Ölfarbe.

Wir vom Quartierverein und Ruedi Schmid freuen uns, wenn es interessierte Maler und Malerinnen gibt, die beim Anstreichen mithelfen möchten.
Ruedi Schmid bietet verschiedene Termine an. Er wird gerne anleiten und auch die Malerutensilien zur Verfügung stellen. Da dies ziemlich aufwendig ist, können nur Malerinnen und Maler berücksichtigt werden, die sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen können.
Die Daten sind:

  • Fr 24. Juni und Sa 25. Juni
  • Fr 1. Juli und Sa 2. Juli
  • Fr 8. Juli und Sa 9. Juli

Wir bitten interessierte MalerInnen sich möglichst rasch mit den für sie möglichen Daten anzumelden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Sobald es Anmeldungen hat, findet der Anlass statt. Die Daten werden danach so schnell wie möglich kommuniziert.
Natürlich sind wie immer auch Zaungäste, die einfach neugierig sind, herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf das Lusthäuschen im neuen Kleid und sind gespannt auf eure Reaktionen.
Bis bald

Für den Vorstand
Bea Beer