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"Sara, 11: Wenn ich keine Schule habe, treffe ich mich immer mit den Freunden auf den Spielplätzen. Die Quartierfeste sind immer toll"
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Der Quartierverein Weststadt war auch im vergangenen Jahr überaus erfolgreich. Zahlreiche Aktivitäten fanden im und um das Lusthäuschen in der Hostet des Henzihofes statt.

Bereits zum neunten Mal trafen sich die Mitglieder des Quartiervereins Weststadt in der Aula des Schulhauses Brühl zu ihrer Mitgliederversammlung. Vor allem was die vor einem Monat eingereichte Unterschriftenaktion zum Erhalt des Lusthäuschens, des Henzihofes als Begegnungszentrum und des dazugehörigen Obstgarten betrifft, konnte Vereinspräsidentin Bea Beer gute Nachrichten verkünden: Die nötigen 200 Unterschriften wurden erreicht.

Ebenso erfolgreich war eine zweite Petition, die den Erhalt von wertvollem Bauland im Entwicklungsgebiet Weitblick fordert. Die Unterschriftenübergabe ist für den 28. Mai geplant.

Kultur und Obstfreuden

Von Erfolg gekrönt war auch das im vergangenen Jahr gestartete Veranstaltungsformat «à la folie», das jeweils am letzten Freitag des Monats Veranstaltungen in verschiedenen Bereichen anbietet. Neu ins Leben gerufen wurde 2017 eine sogenannte Hostet-Gruppe, die sich mit der Pflege der Bäume, der Ernte der Früchte, dem Weiden der Schafe und dem Heuen beschäftigt. «Am 23. September war der grosse Erntetag.

Es wurden Mostäpfel aufgelesen, Äste geschüttelt und Früchte mit einer kleinen Mostpresse verarbeitet», ist im Jahresbericht zu lesen. Viel Beachtung auf sich ziehen seit vergangenem Jahr rund ums Lusthäuschen auch Skulpturen des Steinbildhauers Alois Herger, die im September in einer gut besuchten Vernissage eingeweiht wurden. Bea Beer freute sich an der Mitgliederversammlung aber auch über die vor allem aus Gärtnerinnen und Gärtnern bestehende Gruppe junger Leute, die in einer Ecke der Hostet damit angefangen haben, einen Kompost und ein Hochbeet aufzurichten.

Auf viel Interesse stiess im letzten Frühjahr der von der Quartierarbeiterin Regula Aeppli initiierte Marktplatz im Schulhaus Brühl, an dem 25 Weststädterinnen und Weststädter ihre Waren vorstellten. Das Ziel war, neue Kontakte zu knüpfen und aufzuzeigen, wieviel Kreativität in der Weststadt schlummert.

Kontakte knüpfen konnten die Weststadtbewohner auch bei vielen anderen Möglichkeiten, wie etwa im «Café Du und ich», beim Mittagstisch, Jassen und Werken, Spielen, Adventsfenster öffnen und sonstigem geselligen Zusammensein. Freuen dürfen sich die Bewohner in diesem Jahr wieder auf den Weststadt-Märet, der ab 28. Mai weitergeführt wird und an dem saisonale Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch und Honig angeboten werden.


Mittel sinnvoll genutzt

Die Jahresrechnung schliesst bei Einnahmen von 8038 Franken und Ausgaben von 11'013 Franken mit einem Verlust von 2975 Franken. Damit schrumpft das Vereinsvermögen auf 28 188 Franken, was laut der Vereinspräsidentin nicht zu Sorgen Anlass gibt, weil das Geld nicht gehortet, sondern für sinnvolle Projekte eingesetzt werden soll.

Nach der Demission von Martin Osieka und Ruth Andraschko besteht der Vorstand aus folgenden sieben Mitgliedern: Bea Beer, Gregor Häusler, Kathrin Kuckelsberg, Kathrin Panzeri, Hanne Leuenberger und neu Felix Epper und Sakine Tekbas. Die Revisorin Katrin Leuenberger wird durch Manuela Benigni ersetzt.

Für Unterhaltung sorgte der Mundartrocker Christoph Huber aus Mühledorf, und kulinarische Leckerbissen offerierte das Demokratische kurdische Gesellschaftszentrum.